Aktuelle Situation

Wird die Legende zum Abschuss freigegeben?

Die stark umstrittene und von mehreren Organisationen kritisierte Entscheidung der Regierung  zwei Naturschutzgebiete (Bears Ears und Grand Staircase Escalate) um mehr als 5000 Quadratkilometer zu reduzieren, verdeutlicht die Drastik und Unvorhersehbarkeit der Regierungsentscheidungen.

DONALD TRUMPS Veränderungen betreffen aktuell auch die Mustangs. Für 2018 ist bereits  eine Kürzung des, bisher für die Verwaltung der Wildherden zur Verfügung gestellten, Budgets um 20 % festgelegt. Ein Drama , denn mit dem aktuell noch zur Verfügung stehenden Geld, können kaum mehr als die Pferde in den Auffangstationen versorgt werden. Demnach fehlt es insbesondere an Geldern für die Verwaltung der Pferde in der Wildbahn. Eine Extreme! Denn in der Wildbahn heißt es immer häufiger: Das Approximate Management Level ist 3-4 Fach überschritten. Diese Zahl legt fest, wie viele Mustangs, auf welcher Fläche, nachhaltig leben können.

Ohne das nötige Budget zur Verwaltung der Pferde in der Wildbahn, wird sich, das durch die Beweidung stark geschädigte Land kaum mehr erholen können, sodass Futter und Wasser auf den eingezäunten Flächen zu knapp wird. Wie das Land in 20 Jahren ausschaut ist kaum vorstellbar, denn alle 4 Jahre verdoppelt sich die Population der Mustangs. Die Folge ist, dass schwache Tiere, insbesondere ältere und verletzte Pferde oder Stuten mit Fohlen bei Fuß, aussterben. Oft einen qualvollen Hungertod. Das BLM steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe, solange nicht mehr Pferde in Privathand vermittelt werden können.

Ein weiterer Plan der Regierung ist es, eine Änderung/Lockerung des 1971 geschlossenen Gesetzes zum Schutz der Mustangs durchzubringen. Sollte die Trump-Administration dies schaffen, so könnte das Adoptionsverfahren aufgeweicht, oder sogar außer Kraft gesetzt werden. Mustangs wären frei verkäuflich – der Weg in die Schlachthäuser ein kleiner Schritt.             Zentriert

American Mustang Germany und amerikanische Interessengruppen befürchten, dass die Änderung ein halbes Jahrhundert des Schutzes der wilden Pferde zunichte macht und die Ikonen des amerikanischen Westens mehr denn je bedroht sind.

Fest steht, dass die Trump-Regierung der Lobby der Fleischproduzenten zuspielt, die die geschätzten 73.000 Mustangs und Esel im Westen der USA als Konkurrenz sieht. Gerne würden Rancher die etwa 103.000 Quadratkilometer nutzen, die als Weideland für die Mustangs geschützt wurden.

Bisher konnten die Mustangschützer schlimmeres verhindern, doch die Trump-Administration pusht diese Veränderung mit dem Vorwand, dass das aktuelle Programm nicht nachhaltig sei. Sie behauptet, die Neuregelung würde es dem BLM ermöglichen das Wildpferdeprogramm effektiver zu managen.

Allerdings steht die Mehrheit der Bevölkerung und der Trump-Wähler hinter den Mustangs und möchte diese weiterhin unter dem Schutze des Gesetzes wissen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob diese Stimmen genug Gewicht haben.

AMERICAN MUSTANG GERMANY beobachtet diese Entwicklung mit großer Sorge. Silke Strussione: „Der Trump Regierung ist es weiterhin zuzutrauen hier schnell und ohne Nachsicht zu handeln. Wir fürchten tagtäglich mit schlechten Nachrichten, die dann nicht mehr aufzuhalten sind.“

AMERICAN MUSTANG GERMANY kämpft weiter für das Ziel, die amerikanischen Mustang in Europa bekannter zu machen. Mit dem Mustang Makeover, dass auch dieses Jahr erneut am ersten August-Wochenende (03.-05.08.2018) auf dem CHIO Aachen Gelände stattfindet, wollen sie wiederholt ein Zeichen setzen, welches weit über die Grenzen Europas. auch in den USA, wahrgenommen werden wird.